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Madleen Hensel
Laura Sommerauer
Roger Schlecht
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Alles, was du für deine Radreise brauchst, an einem Ort: detaillierter Ablauf für jeden Tag, Wettervorhersage, Infos zu Pässen, lohnenswerte Zwischenstopps, Restaurant- und Hotelempfehlungen sowie alles zur Radmitnahme in Zügen – genau dann, wenn du es brauchst.

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Seoul

Bikepacking Südkorea: Von Seoul nach Busan auf dem Cross-Country-Radweg

Fahrtechnisch setzt diese Route weltweit neue Maßstäbe für unbeschwertes Reisen auf zwei Rädern. Der Weg wird fast lückenlos von einer aufgemalten blauen Linie auf dem Asphalt markiert, was eine klassische Navigation per GPS nahezu überflüssig macht. Das Streckenprofil glänzt mit feinstem Asphalt und hervorragend gepflegten Oberflächen auf den kilometerlangen Deichwegen. Ein Allroad- oder ausdauerorientiertes Rennrad mit einer Reifenbreite zwischen 28 mm und 32 mm ist hier das absolute Optimum, um maximale Effizienz bei hohem Komfort zu garantieren. Da die flachen Abschnitte entlang der Flussufer dominieren, lässt sich ein hohes Reisetempo ohne großen Kraftaufwand halten. Ein absolut einzigartiges Phänomen und der größte Motivationsfaktor dieser Reise ist das südkoreanische Stempelsystem. Radreisende können sich vorab einen offiziellen Fahrrad-Pass besorgen. Entlang der Strecke stehen in regelmäßigen Abständen auffällige rote Telefonzellen, die als Stempelstationen dienen. Jeder gesammelte Stempel dokumentiert den Fortschritt, und am Ende der Reise in Busan wartet das begehrte offizielle Zertifikat inklusive einer Medaille für die erfolgreiche Durchquerung des Landes. Die Logistik vor Ort ist ein Musterbeispiel an Flexibilität. Entlang der Flussradwege ist die Dichte an rund um die Uhr geöffneten Convenience Stores phänomenal. Diese Stopps sind perfekt auf die Rad-Community eingestellt, bieten sichere Fahrradständer und sind mit Heißwasserstationen für Instant-Ramen, frischen Snacks und gekühlten Sportgetränken ausgestattet. Schweres Gepäck oder eine Campingausrüstung sind absolut überflüssig. Entlang der Route finden sich flächendeckend extrem fahrradfreundliche Motels und Hotels, in denen das Rad meist problemlos mit auf das Zimmer genommen werden darf. Sollte das Wetter umschlagen oder ein technischer Defekt auftreten, bieten die zahlreichen Expressbus-Terminals in den umliegenden Städten eine schnelle und unkomplizierte Option, um mitsamt dem unzerlegten Fahrrad flexibel weiterzureisen.

4 Tage

531 km

Südkorea
Mountain

Von Interlaken nach Lugano mit dem Rad: über Grimsel, Furka und Gotthard

Die Tour ist kurz genug für ein verlängertes Wochenende, aber nicht leicht. Entscheidend sind die beiden mittleren Tage: erst die Auffahrt auf über 2.100 Meter, danach zwei große Pässe an einem Tag. Die Etappenlängen täuschen daher etwas. Wer nur nach Kilometern plant, unterschätzt die Strecke. Die Route fährt durch sehr unterschiedliche Schweizer Verkehrsräume. Am Anfang gibt es Seeufer und touristische Orte, später enge Täler mit Kraftwerken, Stützmauern, Tunneln und Passstraßen. Im Tessin wird daraus eine klassische Nord-Süd-Achse mit Bahn, Autobahn und Talstraße dicht beieinander. Das ist nicht immer still, aber es gehört zu dieser Alpenquerung: Man fährt nicht an der Infrastruktur vorbei, sondern durch sie hindurch. Für die Planung zählen vor allem Wetter und Tageszeit. Auf den hohen Pässen kann es auch im Sommer kalt werden, besonders bei Wind, Regen oder langen Abfahrten. Warme Kleidung sollte erreichbar sein, nicht unten in der Tasche verschwinden. Bremsen, Reifen und Übersetzung müssen zur Strecke passen; lange Abfahrten und steile Passkilometer sind hier keine Randnotiz. Versorgung ist in den Talorten gut möglich, auf den Passabschnitten deutlich begrenzter. Vor den Anstiegen sollte Wasser aufgefüllt werden. Auch ein früher Start ist sinnvoll, weil die bekannten Passstraßen bei gutem Wetter viel Verkehr bekommen können. Die Tour passt am besten zu Rennrad, Allroad oder leichtem Reiserad. Wer vier kompakte Tage mit Alpenpässen, Etappenzielen und einem spürbaren Wechsel von der Deutschschweiz in den Tessiner Süden sucht, findet hier eine schöne Strecke durch die Schweiz.

4 Tage

227 km

Schweiz
Granada

Andalusien mit dem Fahrrad: Von Málaga über Granada und die Sierra Nevada nach Almería

Diese Tour ist für Fahrerinnen und Fahrer, die Andalusien nicht nur an der Küste erleben wollen. Der Reiz liegt im Rhythmus: früh raus aus der Stadt, lange Anstiege statt hektischer Kilometer, danach ruhige Straßen durch Orte, in denen Brunnen, Schatten und ein Café wichtiger sind als Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinn. Viele Abschnitte wirken abgelegen, bleiben aber fahrbar und nachvollziehbar: erst bewaldete Berge, dann Hochland, später offene Ebenen, steinige Pisten und Dörfer, die oft erst kurz vor dem Ort sichtbar werden. Die Etappen verlangen eine gute Grundkondition und saubere Planung. Es gibt mehrere lange Anstiege, teils mit wenig Schutz vor Sonne und Wind. Wasser, Snacks und ein früher Start sind vor allem an warmen Tagen sinnvoll. Technisch bleibt die Route überwiegend zugänglich, aber einzelne Schotterpassagen und raue Bergstraßen gehören dazu. Ein robustes Gravelbike oder Reiserad ist die passendere Wahl als ein rein auf Straße ausgelegtes Rennrad. Besonders stark ist die Abwechslung zwischen den Etappen. Manche Tage fühlen sich wie klassisches Bergfahren an, andere wie eine ruhige Fahrt durch trockenes Agrarland. Auf den höheren Abschnitten bestimmen Weite, Wind und Temperatur den Tag stärker als Verkehr oder Städte. Weiter unten kommen wieder kleine Plätze, Bars, Terrassenfelder und die Nähe zum Meer zurück. Die Tour eignet sich gut für alle, die jeden Tag einen klaren Charakter haben möchten: nicht nur Strecke machen, sondern sehen, wie sich Landschaft, Klima und Bauweise von Tal zu Tal verändern. Plane die Tour nicht als schnelle Durchquerung. Sie funktioniert besser mit Zeit für Pausen, Ortskerne, Aussichtspunkte und die langen Abfahrten. Wer Andalusien mit dem Rad intensiv erleben will, bekommt hier eine anspruchsvolle, sehr abwechslungsreiche Route mit echten Bergetappen und einem starken Finale Richtung Küste.

7 Tage

399 km

Spanien
Laura Sommerauer

Alpentraverse Nizza - München: 9 Tage Rennradroute über Bonette, Galibier und Iseran

Diese Route ist keine klassische Alpenüberquerung mit kurzen Etappen. Sie ist lang, bergig und konsequent als große Straßenreise angelegt. Die ersten Tage sind von langen Anstiegen, tief eingeschnittenen Tälern und schnellen Wechseln zwischen mediterranem Hinterland, Hochalpen und alten Passstraßen geprägt. Viele Abschnitte verlaufen auf bekannten Radsportstraßen, aber die Tour lebt nicht nur von Passnamen. Entscheidend ist der Rhythmus: morgens Tal, mittags Passhöhe, nachmittags neues Gebirge. Die Etappen sind anspruchsvoll. Mehrere Tage liegen deutlich über 100 Kilometern und 2.000 Höhenmetern, dazu kommen zwei sehr lange Verbindungstage am Ende. Das macht die Tour besonders interessant für erfahrene Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer, die nicht nur einzelne Anstiege sammeln, sondern eine zusammenhängende Linie quer durch die Alpen fahren möchten. Wer weniger Druck will, kann einzelne Tage sinnvoll teilen, vor allem die langen Abschnitte durch die Schweiz und Richtung Bayern. Unterwegs wechseln kleine Bergorte, Kurorte, Seen, Voralpentäler und offene Agrarlandschaften. Die Versorgung ist in den Tälern meist gut planbar, auf den hohen Abschnitten sollte sie bewusst vorbereitet werden. Auch das Wetter gehört zur Tourplanung: Die Route erreicht mehrfach exponiertes Gelände oberhalb von 2.000 Metern, wo Temperatur, Wind und Sicht schnell umschlagen können. Ideal ist die Tour für alle, die eine große, klare Route von A nach B suchen: viel Asphalt, viele Höhenmeter, echte Ortswechsel und am Ende das Gefühl, nicht nur eine Region besucht, sondern einen ganzen Alpenbogen durchfahren zu haben.

9 Tage

1.263 km

Österreich, Frankreich
Kaiserstuhl

Freiburg - Colmar Rundtour: 5 Tage durch Elsass, Kaiserstuhl und Schwarzwald

Der Reiz dieser Runde liegt im ständigen Wechsel der Maßstäbe. An keinem Tag bleibt die Landschaft lange gleich. Schon die erste Etappe macht klar, dass diese Tour nicht als flache Genussrunde geplant ist: Der Anstieg zum Katzental bringt früh Höhenmeter, danach öffnet sich das Markgräflerland mit Blicken Richtung Pfaffenweiler, Staufen und Rheinebene. Am zweiten Tag wird der Rhythmus breiter. Kleine Anstiege in den Reben, offene Wege und längere Passagen durch die Ebene machen die Strecke gut fahrbar, ohne dass sie beliebig wird. Der dritte Tag ist der alpine Moment im Kleinen. Der Anstieg nach Trois-Épis ist der längste zusammenhängende Kraftaufwand der Tour und lohnt sich vor allem wegen der Perspektive: unten die elsässische Ebene, gegenüber die Hügel auf der deutschen Seite. Danach wird die Fahrt kontrollierter, flacher und landschaftlich offener, mit viel Raum zwischen den Orten. Die vierte Etappe ist die dichteste: kurze Anstiege, kleine Straßen, Rebhänge, Richtungswechsel. Lenzenberg, Vogelsangpassstraße, Schelinger Höhe und Texaspass geben dem Tag seinen Charakter. Wer gerne rhythmisch klettert und danach direkt wieder in die nächste Kurve fällt, wird diesen Abschnitt mögen. Der Schluss nach Oberrotweil passt dazu: kein langer Transfer, sondern ein Ziel mitten im Weinbaugebiet. Am letzten Tag verlässt die Route die Reben zunächst ruhig, sammelt dann aber noch einmal ernsthafte Höhenmeter Richtung St. Peter. Dadurch endet die Tour nicht mit einem bloßen Rückweg, sondern mit einem echten letzten Abschnitt im Schwarzwald. Die Abfahrt zurück nach Freiburg macht die Runde vollständig: von Stadt zu Reben, von Ebene zu Höhen, von Frankreich zurück in den Schwarzwaldrand. Ideal für ein langes Wochenende mit starken Landschaftswechseln, klaren Etappen und genug Anstiegen.

5 Tage

315 km

Frankreich, Deutschland
Mallorca

Mallorca Bikepacking-Rundtour: Mallorcas Küsten und Berge in 5 Tagen

Diese Tour ist kurz genug für eine lange Woche, aber deutlich mehr als ein lockerer Inseltrip. Die Etappen sind überschaubar, der Anspruch kommt durch die Mischung: schnelle Küstenkilometer, trockene Nebenstraßen, kurze Rampen im Inselinneren und zwei echte Bergtage. Wer Mallorca nur als Trainingslager kennt, bekommt hier eine rundere Reise. Die Route verbindet das praktische Radwegenetz rund um Palma mit ruhigen Straßen abseits der Resorts und einem Finale, das die Beine noch einmal ernst nimmt. Der Wechsel der Landschaft ist der große Vorteil. Im Süden fährt sich die Insel offen, karg und windanfällig. Im Osten wird sie kleinteiliger, mit Mauern, Feldern und kleinen Orten. Im Norden kommt mehr Küste dazu, bevor die Berge den Ton ändern: weniger Rhythmus, mehr Höhenmeter, längere Abfahrten, schärfere Kurven. Besonders die Tramuntana-Etappen sollte man nicht unterschätzen. Sie sind nicht lang, aber sie verlangen saubere Planung, genug Wasser und Respekt vor Wetter und Verkehr. Die Tour passt gut zu leichtem Bikepacking, einer sportlichen Hotel-zu-Hotel-Reise oder als kompakte Frühjahrstour. Mit GPX-Dateien, Tagesstruktur und markierten Stopps lässt sich der Aufwand gut einschätzen, und einzelne Abschnitte können bei Bedarf gekürzt und entspannter gefahren werden.

5 Tage

265 km

Spanien

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Albanien

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Albanien ist Europas letzte ungezähmte Wildnis für muskelbetriebene Abenteuer – ein Ort, an dem Asphalt optional wirkt, die Anstiege brutal sind und die Belohnung absolut rein ist. Dies ist keine durchorganisierte, sterile europäische Radtour mit perfekten Radwegen und berechenbaren Kaffeestopps. Hier fährst du zwischen den schroffen Kalksteingipfeln der Verwunschenen Berge und den tiefen, türkisfarbenen Buchten des Ionischen Meeres. Rogonneure suchen in Albanien keinen Fünf-Sterne-Luxus; sie suchen den ungefilterten Schotter alpiner Pisten, den Duft von wilden Kiefern und die herzliche Wärme des lokalen Raki, der von Fremden wie alten Freunden angeboten wird. Es ist ein Land, das in Isolation gereift ist, in dem Pferde noch Heuwagen ziehen und die Straßen absoluten Respekt einfordern. Albanien mit dem Rad zu erleben bedeutet, das Drehbuch beiseite zu legen, die Beine sprechen zu lassen und eine echte Authentizität zu entdecken.

Österreich

Österreich

Austria brings together everything a cyclist needs for an unforgettable journey. The magnificent landscape flies by. Riders wave to friendly locals. The mind drifts to the next delicious snack break. There is no performance pressure here. Just hitting the pedals and being fully in the here and now is what truly counts. From inspiring alpine vistas to historic valley trails, this country radiates lightness and optimism. Preparation becomes simple, and the actual trip becomes a relaxed adventure. Whether it is a first journey or a fifth crossing of the Alps, the platform stands beside every rider. Logistical hurdles are reduced to a simple, ready-to-ride experience. The focus is entirely on the joy of movement, not the price tag of the gear or performance stats. This is bicycle travel made easy. Every single kilometer counts, and every turn of the wheel brings a new discovery.

Belgien

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Das Summen der Reifen auf rauem Pflaster, der Duft von frischem Regen auf flämischer Erde und der zeitlose Ruf der klassischen Anstiege. Belgien ist nicht nur ein Land; es ist eine heilige Pilgerstätte für alle, die auf zwei Rädern leben. Von den windgepeitschten Ebenen Flanderns bis zu den steilen, bewaldeten Kämmen der Ardennen hat diese Landschaft Legenden der Radsportgeschichte geformt. Jede Straße erzählt eine Geschichte von Entschlossenheit und Ruhm, in der der Geist legendärer Champions noch im Morgennebel schwebt. Hier ist Radfahren eine Religion und das Kopfsteinpflaster ihr heiliger Boden. Dieser Leitfaden lädt Fahrer ein, das echte Abenteuer zu erleben, den Pfaden der Frühjahrsklassiker zu folgen, die ikonischen Bergs zu bezwingen und Zuflucht in historischen Städten zu finden, in denen ein kühles, blondes Bier wartet. Ein Ort, an dem die Elemente den Körper fordern, aber die Kultur die Seele nährt. Willkommen in Belgien – dem schlagenden Herzen des Radsports.

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