Der Tag beginnt im äußersten Nordosten Griechenlands, dort, wo der Evros die Grenze vorgibt. Von Ptelea sind es nur wenige Kilometer bis Ormenio, dann ist Griechenland vorbei und die Route wechselt nach Thrakien auf türkischer Seite. Edirne kommt früh genug, um nicht nur durchzurollen: Die Selimiye-Moschee liegt knapp neben der Linie und dominiert die Stadt mit Kuppel und vier Minaretten; Sinan selbst sah sie als eines seiner wichtigsten Werke. Auch die Meriç-Brücke Richtung Karaağaç passt zum Tag, weil hier Fluss, Grenze und Stadtgeschichte zusammenlaufen. Danach wird die Etappe wieder ländlicher. Über Havsa und Babaeski führt die Straße durch Felder, kleine Orte und welliges Land nach Lüleburgaz. Dort wartet mit der Sokullu-Mehmet-Paşa-Külliye noch einmal Sinan-Architektur am Ziel.