Tag vier beginnt mit einem unguten Gefühl. Auf der Karte führt die Navigation Richtung Kosovo, doch ich finde keinen Grenzübergang. Der Hotelbesitzer bestätigt, was ich befürchte: Diese Route endet nicht in einem neuen Land, sondern an einem NATO-Sicherheitszaun. Also umplanen. Nicht heroisch, einfach vernünftig. Danach läuft es fast leicht: weiter Richtung Grenze, am Stau vorbeirollen, Ausweis zeigen, durch. Im Kosovo ändert sich die Stimmung sofort. Mehr albanische Flaggen, lateinische Schrift, lebendige Straßen. Ferizaj empfängt mich laut, warm und direkt. Genau richtig nach so einem Tag.