In Jausiers reicht ein Name auf dem Wegweiser: Bonette. Die Straße steigt sofort aus dem Ubaye-Tal, erst durch Wald und Weiden, später über offene Hänge, Geröll und alte Militärspuren bei Restefond. Oben wird die Landschaft fast leer: grauer Fels, kurze Grasnarben, Schneereste, ein schmales Asphaltband auf knapp 2.800 Metern. Danach kippt die Route nach Süden. Vorbei an den Ruinen von Camp des Fourches und Bousiéyas fällt sie ins Tinée-Tal. Saint-Étienne-de-Tinée liegt unten zwischen Steinmauern, Bergflanken und deutlich milderer Luft.