Aus Görlitz heraus nimmt der dritte Tag sofort die Grenzlinie auf. Die Neiße bleibt nicht immer direkt neben dem Rad, aber sie bestimmt die Richtung: nach Norden, durch Oberlausitz, Kiefernwald, Dörfer und lange ruhige Abschnitte. Hinter Görlitz wird es schnell stiller, die Straße arbeitet sich über kleine Wellen aus der Stadt heraus. Bad Muskau setzt den deutlichsten Akzent des Tages: Parklandschaft, Schlossnähe, Pückler-Geschichte, Grenze im Gelände. Danach wird die Route flacher und länger. Forst bringt mit Rosengarten und Neißeufer noch einmal Stadt in den Tag, bevor die Strecke weiter Richtung Guben zieht. In Gubin endet die Etappe auf polnischer Seite. 114 Kilometer, viel Randlage, viel Geradeaus.