Der Morgen hängt noch kühl über der alten Brücke von Ponte de Lima, als ich aus dem Tal rolle. Erst flach am Wasser, dann zieht die Straße langsam an: der erste lange Anstieg des Tages, fast 10 km, eher zäh als steil, durch Dörfer, Reben und Eukalyptusduft. Später wird es bei Tamel noch einmal knackiger, rund 4 km bergauf, bevor Barcelos mit seinen Gassen und dem Hahn wartet. Danach zerfasert der Tag in kleine Wellen, Steinmauern, Kirchen und Vororte – bis Porto plötzlich groß, laut und wunderbar vor dem Rad steht.