Aus Predejane geht es zunächst weiter durch den Süden Serbiens, im Tal der Južna Morava. Die Straße bleibt bis Vladičin Han und Vranje gut nachvollziehbar: Fluss, Bahnlinie, alte Verbindungsachse, dazwischen kleinere Orte und kurze Gegenanstiege. Vranje ist der klare Stadtstopp des Tages. Wer nicht nur Wasser auffüllt, findet dort osmanische Spuren wie den Beli Most und den alten Hammam sowie die Altstadt rund um Bora Stanković. Danach verlässt die Route den einfachen Korridor. Hinter Vranje wird es ländlicher und hügeliger, die Pčinja übernimmt die Richtung. Der stärkste Punkt vor der Grenze ist das Kloster Prohor Pčinjski, dessen Ursprünge ins 11. Jahrhundert reichen. Danach: Grenzübertritt bei Pelince, Nordmazedonien, ruhige Dörfer. Vojnik liegt klein und unspektakulär am Ende eines Tages, der deutlich mehr kann als nur Strecke machen.