Westlich von Turin bündelt das Susatal Straßen, Bahnlinien und die Dora Riparia zwischen steilen Berghängen. Hoch über dem Tal sitzt die Abtei Sacra di San Michele auf ihrem Felsrücken. Hinter Susa beginnt der lange Anstieg zum Mont Cenis: Dörfer und Wald bleiben zurück, die Straße gewinnt in Kehren Höhe. Oben breitet sich der türkisfarbene Stausee zwischen offenen Weiden und kahlen Gipfeln aus. Alte Festungen erinnern an die wechselvolle Geschichte dieses Grenzraums. Die Route folgt dem See zum Pass und fällt anschließend nach Lanslebourg ab. Im Tal der Arc geht es über Modane weiter nach Saint-Michel-de-Maurienne. Rund 138 Kilometer verbinden an diesem Tag die piemontesische Großstadt mit Frankreichs Bergtälern; der See bildet den landschaftlichen Mittelpunkt.